Monatsrückblick

Fabelhafte Büchervielfalt – Mein Monatsrückblick September

Den wunderschön sonnigen September habe ich ausgiebig genutzt, um Bücher unterschiedlichster Genres zu lesen. Fünf fabelhafte Geschichten haben mich im vergangenen Monat unterhalten und die meisten von ihnen kann ich euch sehr ans Herz legen! Im September habe ich einen literarischen Roman, einen feministischen Roman, einen Jugendroman, einen Jugendthriller und eine Kurzgeschichtensammlung gelesen. Gleichzeitig sind neun neue Bücher in meinen Regalen eingezogen, deren wunderbare Geschichten nur darauf warten, mich in der nächsten Zeit in ihre Welt zu entführen. Mein Monatshighlight im September will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Gelesene Bücher

Ein namenloser 19-jähriger reißt aus seinem Elternhaus in Tokio aus, mit dem Ziel Selbstmord zu begehen. Er wird von dem Kuppler Chōzō angeworben Bergmann zu werden. Auf ihrer gemeinsamen Reise zum Kupferbergwerk und auch dort tief unter der Erde, philosophiert der 19-jährige über sein Leben und analysiert seine Wahrnehmungen und Empfindungen.

Der Bergmann von Natsume Sōseki ist ein Großstadtroman, der die bürgerliche Gesellschaft Japans zum Thema nimmt und anhand eines Einzelschicksals deutlich macht. Spannende Handlung ist in diesem Roman von Anfang an nicht vorgesehen, trotzdem sind die Gedanken und Wahrnehmungen des namenlosen Protagonisten so packend, dass man Höhepunkte nicht vermisst. Lest hier mehr in meiner Rezension!

Einen ganzen Sommer lang hat die 16-jährige Josie nun schon ohne ihre große Liebe Ray verbracht. Denn der junge Yowama ist über die magische Deathline gegangen, ist gestorben, um seinen Stamm und Josie zu retten. Doch die mysteriösen Ereignisse in Josies Heimatstadt reißen nicht ab und Josie sieht nur noch einen Ausweg: Sie muss Ray eine Nachricht zukommen lassen, auch wenn sie dafür die Grenze zwischen Tod und Leben überwinden muss.

Deathline – Ewig wir von Janet Clark hat mich leider nicht überzeugen können. Zu verworren und unausgegoren wirkte die Handlung, sodass ich sogar des Rätsels Lösung am Ende kaum nachvollziehen konnte. Auch die Protagonistin hat während der Geschichte keinerlei Entwicklung durchlaufen, sodass sie mich mehr genervt, als inspiriert hat. Abgesehen davon, dass ich mich gefreut habe, wieder den bekannten Figuren zu begegnen, gab es nicht viele positive Aspekte, wegen derer ich euch die Geschichte empfehlen könnte. Ich kann euch jedoch raten, den ersten Teil Deathline – Ewig dein zu lesen, denn der war um Längen besser als diese Fortsetzung. Hier geht’s zur Rezension!

Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Er hat ein Schädelhirntrauma und mehrere Knochenbrüche, muss Bewegungen und das Sprechen neu lernen. Auf dem Markwaldhof, einer Rehaklinik, soll er sich erholen und lernt schnell die anderen Patienten kennen. Jugendliche wie er, die dem Tod knapp entkommen sind. Doch Timo stellt schnell fest, dass irgendetwas in der Klinik nicht mit rechten Dingen zugeht. Timos Bettnachbar, ein Junge, der als Wachkomapatient gilt, läuft nachts durch die Klinik und droht Timo, dass er niemandem davon erzählen dürfe. Doch die Sorge ist unbegründet, denn Timo kann weder sprechen noch schreiben, um anderen zu erzählen, was vor sich geht. Allmählich entdeckt Timo jedoch, dass er dafür andere Fähigkeiten besitzt, Fähigkeiten, die er nicht besitzen dürfte.

Ursula Poznanski trifft mit ihrem neuen Thriller den Nerv der Zeit! Als Medizinjournalistin wendet sich die Autorin diesmal den Chancen und Risiken der Hirnforschung zu. Schauplatz von Thalamus ist eine abgelegene Rehaklinik, in der Patienten mit Hirnschäden behandelt werden. So auch Timo, der sich in der Klinik von einem schweren Schädelhirntrauma erholt und während seines Aufenthalts Zeuge merkwürdiger Vorkommnissen wird. Thalamus ist mein Monatshighlight im September! Ein spannungsgeladener und nervenaufreibender Thriller, der mich unglaublich aufgewühlt und schockiert hat! Nervenkitzel pur! Hier geht’s zur Rezension!

  • Christina Dalcher: VOX*

Die neue Regierung Amerikas beschließt, dass Frauen nur noch 100 Worte am Tag sprechen dürfen. Jean McCellan ist Wissenschaftlerin und kann nicht glauben, was gerade passiert und das im 21. Jahrhundert! Jean wird zum Schweigen gezwungen, ebenso wie alle anderen Frauen und Mädchen im ganzen Land. Bald darf sie ihren Beruf nicht mehr ausüben, ihre Tochter Sonia nicht mehr Lesen und Schreiben lernen. Doch Jean glaubt nicht daran, dass dies das Ende ist und ergreift eine letzte Chance, um den entmündigten Frauen in Amerika vielleicht ihre Stimme zurückzugeben.

Ein von der Thematik her unglaublich wichtiges Buch! Christina Dalcher hat mit ihrem Debütroman Vox den Nerv der Zeit getroffen. Obwohl der Roman eine Dystopie ist, ist die Handlung keinesfalls für die heutige Zeit undenkbar. Frauen, die ihrer Stellung beraubt, den Mund verboten bekommen und entmündigt werden gibt es leider noch viel zu viele auf diesem Planeten. Was den Leser in Vox so erschreckt ist, dass genau das auch in unserer zivilisierten und modernen westlichen Welt möglich sein könnte. Mich konnte Vox abgesehen von dem holprigen und zu knappen Ende überzeugen. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte! Lest hier mehr in meiner Rezension!

Jedes besondere Kind kennt die Legenden über ihre Vorfahren, die über die Jahrzehnte hinweg gesammelt und niedergeschrieben wurden. Wer war die erste Ymbryne? Wie sind die Zeitschleifen entstanden? Und was hat es mit der Prinzessin mit der gespaltenen Zunge auf sich? Endlich liegen die Legenden der besonderen Kinder im Buchformat vor und sind ein wichtiger Bestandteil der Erziehung Besonderer, aber auch für jeden Fan der Bücher und der Verfilmung von Tim Burton.

Die Legenden der besonderen Kinder sind ein Muss für jeden Fan der Buchreihe. Die Legenden bieten spannende Hintergrundinformationen und tiefere Einblicke in die faszinierende Welt der besonderen Kinder. Ransom Riggs entführt den Leser mit jeder Kurzgeschichte in ein spannendes und fantastisches Abenteuer und lässt jedes mit einer Moral für besondere Kinder enden. Also einer Moral für jeden von uns! Hier geht’s zur Rezension!

 

Neue Bücher im Regal

Kennt ihr eines meiner gelesenen Bücher? Wie hat es euch gefallen?

 

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3 Kommentare zu „Fabelhafte Büchervielfalt – Mein Monatsrückblick September

    1. Hey! Ja, deswegen bin ich auch auf „Vox“ aufmerksam geworden! Ich lese derzeit noch ein anderes feministisches Buch, aber „Vox“ kann es bis jetzt nicht das Wasser reichen. Ich fand die Idee und die Umsetzung wirklich gelungen, abgesehen von dem Ende – leider.
      Liebe Grüße
      Svenja

  1. Ich habe letzte per Zufall ein Buch von Marion Knaths in die Hände bekommen: Spiele mit der Macht – ist schon etwas älter. Habe es sehr billig im Second Hand Store gekauft und ich muss sagen, es hat mir beruflich schon ein wenig die Augen geöffnet. Witzig geschrieben und doch lehrreich. Eins der besseren Karrierebücher. In kurzen Geschichten lernt man die „Regeln“ der Macht zu durschschauen.

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