Rezension

„Edison“ von Torben Kuhlmann

Thomas Alva Edison hat mit seinen Erfindungen im Bereich der Elektrizität die Welt verändert. Ihm und seinem Werk ist Torben Kuhlmanns neues Bilderbuch Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes gewidmet. Den jungen und wissbegierigen Mäuserich Pete führt es in diesem Abenteuer auf den Grund des Meeres, wo er eine bahnbrechende und weltverändernde Entdeckung macht. Mit einer faszinierenden Geschichte und in einzigartigen Bildern stellt der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann seine künstlerische Begabung ein weiteres Mal unter Beweis.

Inhalt

Mäuse sind wissbegierig und schlau. Sie studieren an Universitäten und haben immer die neusten Erfindungen der Menschen auf dem Lehrplan stehen. Auch der Mäuserich Pete ist an der Universität und nutzt die Gelegenheit, um den alten Professor Maus um Hilfe zu bitten. Denn Pete möchte sich auf die Suche nach einem verborgenen Mauseschatz machen. Gemeinsam machen sich der Professor und Pete auf eine spannende Reise in die Welt der Technik, bauen ein für Mäuse taugliches Unterseeboot und finden einen Schatz, der die Welt der Menschen erleuchten wird.

Meine Meinung

Endlich wieder ein Kinderbuch aus der Feder von Torben Kuhlmann! Nachdem mich Armstrong so begeistern konnte, war ich unglaublich gespannt auf Edison, einer Geschichte, in der sich eine junge Maus auf die Spuren einer großen Erfindung begibt. Ich bin fasziniert davon, wie der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann es schafft, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge für Kinder auf die wichtigsten Informationen herunterzubrechen und in einem spannenden Mauseabenteuer aufzubereiten. Jedes seiner Bücher behandelt eine revolutionäre Erfindung eines Pioniers und erinnert damit an eine Zeit, in der viele unserer heutigen Annehmlichkeiten noch nicht existierten. Dieses Buch ist ein wahrer Schatz im Bücherregal und hat meine sehr hohen Erwartungen wie immer voll und ganz erfüllt.

Mit Lindbergh ging es hoch hinaus, denn eine kleine Maus macht eine entscheidende Erfindung für die Luftfahrt. In Armstrong flog eine Maus sogar bis zum Mond. In Edison wird der Schauplatz der Geschichte unter anderem in die unendlichen Tiefen des Meeres verlegt. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, denn zunächst gilt es in der Universität der Mäuse ein für Mäuse taugliches Unterseeboot zu bauen, damit die beiden pelzigen Helden unbeschadet nach dem verschollenen Schatz suchen können. Mich konnte das Setting dieser Geschichte mehr als überzeugen, denn die Mäuseuniversität liegt vor Menschenblicken verborgen in einer Buchhandlung! Hinzu kommt, dass der Ozean für die beiden Mäuse auf ihrer Expedition viele Gefahren birgt, was der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht.

Die Vorlesungen hielt der Mäuseprofessor, ein in die Jahre gekommener, grauer Mäuserich. Seine sichtbar weiß gewordenen Härchen rund um die Nase formten einen strubbeligen Schnurrbart. Fast immer hatte er eine Pfeife im Mund, die er nur zum Reden herausnahm.

Wer Armstrong gelesen hat, der kennt schon die Maus, die als erste den Mond betreten hat. In Edison gibt es ein Wiedersehen mit ihr, doch inzwischen ist sie ein in die Jahre gekommener Professor mit Schnäuzer, der an der Mäuseuniversität Veranstaltungen über die Erfindungen der Menschen abhält. Neuer Charakter und junger Held der Geschichte ist Pete, ein Mäuserich voller Tatendrang, Wissensdurst und Neugier. Ich fand es toll, dass der Autor seine Figuren vergangener Bücher wiederauftauchen und noch einmal an einem großen Abenteuer teilhaben lässt. Petes Motivation ist Motor der Geschichte, denn er möchte das Geheimnis seines Großvaters lüften und sich auf die Suche nach dem Mauseschatz begeben. Pete bleibt als Identifikationsfigur in der Geschichte ein bisschen blass, was für ein Bilderbuch aber nicht weiter schlimm ist.

„Vor langer Zeit reiste einer meiner Vorfahren mit dem Schiff über den Atlantik. Und er hatte einen großen Schatz dabei! […] Hier!“, piepste die junge Maus, wühlte kurz in ihrer Tasche und streckte dem Professor einen Zettel entgegen.

Die Geschichte an sich ist sehr interessant und für Kinder ab fünf Jahren als Vorlesebuch sehr gut geeignet. An ein oder zwei Stellen sind mir jedoch kleine Lücken in der Geschichte aufgefallen, in denen die Handlung nicht näher erklärt und auch von den Illustrationen nicht erläutert wurde. Kinder, die die Geschichte nur vorgelesen bekommen und sich gleichzeitig an den Bildern orientieren, können diese Lücken meiner Meinung nach nicht so schnell füllen, worunter dann das Verständnis leidet. Aber das war nur eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist. Edison hat einen klaren Spannungsbogen, mit einigen überraschenden Wendungen und präsentiert, wie von Torben Kuhlmanns Büchern gewohnt, ein schönes Ende, das noch nähere Informationen zur Thematik bietet.

Ein Fischschwarm umkreiste sie einige Male. Doch bald schon verschwand er in der Ferne. Auch das Funkeln der Sonnenstrahlen, die sich in den Wellen an der Oberfläche brachen, erlosch. Ein Schatten legte sich über das Unterseeboot, dann dröhnte ein tiefer Ton.

Last but not least: die Illustrationen. Ich könnte hier in ausschweifende Begeisterungsstürme ausbrechen und Torben Kuhlman für seine so wunderbar fantasievollen, detailreichen und liebevollen Zeichnungen mit Lob überschütten. Das tue ich nicht, denn das Folgende reicht vollkommen: Sie sind wunderschön!

Fazit & Bewertung

Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes von Torben Kuhlmann ist ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch, das sich mit den glorreichen und bahnbrechenden Erfindungen des Pioniers Thomas Alva Edison auseinandersetzt. Für Kinder ideal in einer Geschichte über wissbegierige Mäuse verpackt, erschafft Torben Kuhlmann eine Welt, in die man als Leser gerne einmal hineinschlüpfen würde. Ein tolles Buch, dass ich jedem nur empfehlen kann!

Eure

Weitere Bände

 

Weitere Meinungen

Verständlich erklärte komplexe physikalische, chemische und mechanische Zusammenhänge. Ereignisse und Errungenschaften der Menschheitsgeschichte, die in diesem kleinen Universum auf zauberhafte Weise lebendig, erfahrbar und greifbar werden. (Kinderbuchlesen)

Torben Kohlmann hat mit „Edison“ eine konsequente Weiterführung der Abenteuerreise abgeliefert, bei der ich aus dem Staunen und Träumen kaum mehr herauskomme. Nicht nur für technisch interessierte Vorlesekinder schön anzusehen. (Johnnys Papablog)


Bibliographie

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Torben Kuhlmann: Edison*

Altersempfehlung: Ab 5 Jahren

Verlag: NordSüd

Erscheinungstermin: 31.08.2018

ISBN: 978-3-314-10447-3

Seiten: 112

Preis: 22,00€

Vielen Dank an den NordSüd Verlag für das Rezensionsexemplar**

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Ein Kommentar zu „„Edison“ von Torben Kuhlmann

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