Rezension

„Hinter dem Café das Meer“ von Phillipa Ashley

Seid ihr noch auf der Suche nach der perfekten Urlaubslektüre? Dann lasst euch mit Hinter dem Café das Meer von Phillipa Ashley nach Cornwall entführen und verbringt einen Sommer in St. Trenyan, wo euch türkisblaues Wasser, raue Steilküsten und kilometerlange Sandstrände erwarten. Eine sommerliche und charmante Liebesgeschichte, die definitiv Lust auf Urlaub an der Küste macht.

Inhalt

Demi hat gerade ihren Job in einem Strandcafé verloren und steht mit ihrem Hund Mitch auf der Straße. Zum Glück trifft sie Cal, der in Cornwall ein Anwesen geerbt hat und Unterstützung bei der Renovierung benötigt, um es in eine Ferienanlage zu verwandeln. Auf einmal hat Demi wieder Arbeit. Und während sie gärtnert, Wände verputzt und Dachziegel anbringt, träumt sie von ihrem eigenen kleinen Café. Doch auch Cal geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, wenn nur nicht seine Ex-Freundin wäre…

Meine Meinung

Hinter dem Café das Meer von Phillipa Ashley hat meine Erwartung an eine erfrischend leichte Sommerlektüre vollends erfüllt. Schon vor meinem Kauf war mir bewusst, dass es sich bei dem Roman um den Auftakt einer Trilogie handelt, von der inzwischen auch der zweite Band, Weihnachten im Café am Meer* erschienen ist und jetzt im Juni auch der Abschlussband, Hochzeit im Café am Meer*, veröffentlicht wird. Beide Folgebände werde ich auf jeden Fall lesen, denn die Geschichte um Demi und Cal ist eindringlich, mitreißend und einfach wunderschön.

Das Setting des Romans hat mich besonders begeistert, denn die Geschichte spielt vor dem Hintergrund von Cornwalls Küste, die in ihrer vollen Schönheit präsentiert wird. Dass die Ferienanlage von Cal inmitten einer solchen Idylle steht, jedoch heruntergekommen ist und jahrelang dem Verfall ausgesetzt war, erweckt umso mehr den Willen in Demi, aus ihr wieder etwas Besonderes zu machen. Als Leser hat mich die Atmosphäre der Landschaft und der Charme der maroden Anlage beeindruckt und nicht nur einmal habe ich mir gewünscht, bei der Renovierung mitanpacken zu können, mir dabei den salzigen Wind um die Nase wehen zu lassen und mich am Ende des Tages bei einem langen Strandspaziergang mit Mitch zu entspannen.

Der Weg wird von cornwalltypischen Hecken gesäumt, aber die Wiese zur Küste hin fällt sanft ab und erlaubt uns einen wunderbaren Blick auf den Atlantischen Ozean. Die Sonne glitzert auf dem Wasser. (S. 65)

Nicht nur das Setting hat mich in seinen Bann gezogen, auch die Charaktere der Geschichte werden sehr eindringlich beschrieben, sodass man sie  als Leser schnell ins Herz schließt. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Demi und Cal, wobei aus Demis Sicht der Großteil der Geschichte beschrieben wird. Demi wird als eine Figur eingeführt, der das Schicksal schon das ein oder andere Mal übel mitgespielt hat. Sie haut von zu Hause ab, verliert ihren Job und ist obdachlos. Cal wirkt demgegenüber wie der Ritter in der glänzenden Rüstung, denn er bietet Demi nicht nur Arbeit an, sondern lässt sie auch in einem alten Cottage auf der Ferienanlage wohnen. Cal und Demi sind jedoch sehr unterschiedliche Charaktere, denn Demi weiß ihr Glück zu schätzen, sprüht vor Elan und Begeisterung und will das Unmögliche möglich machen. Cal hingegen ist mürrisch und einsilbig, verfolgt stur seine Pläne und hängt einer alten Liebe nach, die ihm das Leben schwer macht. Klar, dass beide wie füreinander geschaffen sind nur, dass sie es selbst noch nicht wissen.

„Worüber lächelst du?“[…] Ich höre augenblicklich auf zu lächeln und werde stattdessen rot. „Nichts.“ „Oh, doch, du hast wieder diesen Blick.“ „Welchen Blick?“ Ich sehe ihn an und lächle nun wieder, weil ich jetzt diejenige mit einem Geheimnis bin, was zur Abwechslung mal ganz nett ist. (S. 221)

Die Handlung des Romans umfasst die Dauer eines Sommers, in dem die Ferienanlage in St. Trenyan aufpoliert wird und sich Demi und Cal immer näher kommen. Es gibt einige spannende Szenen und überraschende Wendungen, die mich als Leser an die Geschichte gefesselt haben mir noch mehr Lesevergnügen beschert haben. Obwohl es Folgebände gibt, ist die Geschichte in Hinter dem Café das Meer in sich abgeschlossen und endet nicht, wie in so vielen Trilogien, mit einem Cliffhanger. Dennoch möchte man als Leser am Ende wissen, wie es denn mit dem Café am Meer weitergeht, wie die Liebesgeschichte fortgesetzt wird und welche Schwierigkeiten sich noch für die Neueröffnung der Ferienanlage ergeben.

Das Haus ächzt und stöhnt, Glas splittert und ich schreie auf. „Was zur Hölle…?“ Cal bleibt der Mund offen stehen, ein schwarzes Loch im Mondlicht. Als ich aufschaue, sehe ich, wie eine große, schwarze Masse auf uns herabstürzt. (S. 228)

Phillipa Ashleys Schreibstil ist lebendig, abwechslungsreich und dabei leicht verständlich. Sie weiß ihre Leser in ihren Bann zu ziehen und lässt sie vollkommen in die Geschichte eintauchen. Mir hat Phillipa Ashleys Stil so gut gefallen, dass ich sie als Autorin auf jeden Fall auch nach dem Lesen der Café am Meer-Trilogie weiter im Blick behalten werde.

Fazit & Bewertung

Hinter dem Café das Meer ist eine durchweg unterhaltende und wunderbar sommerliche Urlaubslektüre, die ich jedem nur empfehlen kann. Besonders das Setting von Cornwall hat es mir in dieser Geschichte angetan, aber natürlich ist auch die Liebesgeschichte zwischen Demi und Cal etwas fürs Herz. Perfekte Unterhaltung und damit vier Sterne wert!

Eure

Weitere Meinungen

[…]irgendwann haben mich der Schreibstil und der Lauf der Geschichte so gepackt, dass ich mitten drin war und nicht mehr aufhören konnte. (Buchstabenstadt)

Phillipa Ashley hat einen Schreibstil, der süchtig macht und dem ich mich nicht entziehen konnte. (Buchbahnhof)


Bibliographie

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Phillipa Ashley: Hinter dem Café das Meer*

Verlag: DuMont Buchverlag

Erscheinungstermin: 18.05.2017

ISBN: 978-3-8321-6407-2

Seiten: 398

Preis: 10,00€

Welche Sommerlektüre nehmt ihr dieses Jahr mit in Urlaub?

 

8 Kommentare zu „„Hinter dem Café das Meer“ von Phillipa Ashley

  1. Hallo Svenja,
    mich konnte der Roman leider gar nicht überzeugen. Ich fand ihn viel zu unglaubwürdig…dabei lese ich auch gerne leichte Sommerlektüre, die muss jedoch auch etwas authentisch sein. Aber Gott sei dank sind Geschmäcker verschieden =)
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Liebe Martina,
      ach schade! Was fandest du denn unglaubwürdig? Und ich habe jetzt Lust sofort mit „Weihnachten im Café am Meer“ weiterzumachen, aber ich hadere noch mit mir, weil ich eigentlich keine Weihnachtsbücher im Sommer lesen möchte :D!
      Liebe Grüße
      Svenja

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