Rezension

„Hilda und der schwarze Hund“ von Luke Pearson

Hilda und der schwarze Hund ist der vierte Band der beliebten Comicreihe um die blauhaarige und abenteuerlustige Heldin Hilda. Hilda begibt sich auf die Spurensuche nach einem schwarzen Ungetüm, das die Stadt Trollberg seit Tagen in Angst und Schrecken versetzt. Dabei erhält sie unerwartet Hilfe von einem geheimnisvollen Hausgeist, der ihr Orte zeigt, von denen sie nie zu träumen gewagt hat. Luke Pearson erschafft eine wunderbare und phantastische Welt, die nicht nur Kinder unbedingt einmal betreten sollten! Hilda und der schwarze Hund hat mich verzaubert und mir wieder ein ausgezeichnetes Argument dafür geliefert, dass auch Comics Lieblingsbücher sein können.

Inhalt

Seit Tagen wird in Trollberg immer wieder ein riesiger schwarzer Hund gesichtet. Furcht macht sich in den Gassen der Stadt breit, nur Hilda ist erpicht darauf herauszufinden, was es mit dem mysteriösen Ungetüm auf sich hat. Als neues Mitglied der Pfadfinder, nutzt sie die Gelegenheit bei einem Ausflug in den Wald und erkundet die Gegend. Dabei trifft sie auf einen heimatlosen Hausgeist, der ihr seine Hilfe anbietet. Gemeinsam erkunden sie Orte, an denen die Gesetzte der Physik außer Kraft gesetzt sind. Hilda erkennt einen Zusammenhang zwischen dem Auftauchen des Riesenhundes und dem Schicksal der heimatlosen Hausgeister. Und plötzlich steht sie selbst dem Untier leibhaftig gegenüber…

Meine Meinung

Nicht umsonst zähle ich die Hilda-Comics von Luke Pearson schon seit dem ersten Band zu meinen absoluten Lieblingen (Weitere Bände: Hilda und der Mitternachtsriese, Hilda und der Troll, Hilda und die Vogelparade). Luke Pearson überrascht seine Leser in jeder Geschichte mit einem ganz eigenen Blick für die vielen wunderbare Dinge, die uns tagtäglich umgeben. Und jedes ist Teil der Abenteuer der Heldin Hilda, die mit viel Wagemut und Neugier diese fantastische Welt erkundet. Hilda und der schwarze Hund ist ein All-Age Comic, der den Leser an einen aufregenden und gefährlichen Ort entführt, den man am liebsten so schnell nicht mehr verlassen möchte.

Irgendwas ist da draußen, was Gefährliches… Und ich schätze, es will uns fressen.

Hilda ist eine unvergleichliche Heldin, die mir so in einem Comic noch nie begegnet ist. Ob Insekten, Trolle oder obdachlose Hausgeister jedes Lebewesen ist für Hilda etwas Besonderes und jedem einzelnen von ihnen begegnet sie mit ihrer ganz eigenen Herzlichkeit, Ehrlichkeit und Ehrfurcht. Hilda ist im Besitz einer beneidenswert grenzenlosen Fantasie, die anderen um ihr herum verborgen bleibt. So ist sie die einzige, die herumstreunende Nissen, wuschelige, behaarte Hausgeister, in den Straßen von Trollberg entdeckt und sich auf die Suche nach der Ursache ihres heimatlosen Daseins begibt. Pfadfinderin zu werden, scheint daher ein ideales Hobby für Hilda zu sein, denn die Natur zu inspizieren ist eines ihrer größten Leidenschaften. Auch aus dem Grund fühlt man sich Hilda unheimlich nah, denn ihre Neugier erinnert an die eigene, unbeschwerte Kindheit, an spannende Abenteuer, die einem nur die Natur und ihre Wunder bieten konnte.

Das ist der echte Wald, wo die Trolle hausen. Stellt euch vor, während wir schlafen, steht da vielleicht so ein riesiges, grässliches Monster wenige Meter entfernt von uns!

Herrlich ist, dass in allen Hilda-Abenteuern neue fantastische Wesen im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Ob Woffel, Holzmännchen, Meeresgeister oder Mitternachtsriesen – kaum eines dieser Wesen ist dem Leser bereits in Fantasy-Geschichte begegnet. Damit bieten sie eine ganz neue Leseerfahrung. Luke Pearsons fantastische Wesen sind ein Highlight, das natürlich auch in dieser Geschichte wieder heraussticht. Hausgeister, oder auch Nissen genannt, leben unsichtbar in jedem Haus, aber auf besondere Art und Weise. Denn sie nutzen Verstecke, hinter denen sich eine ganz eigene Welt verbirgt. Habt ihr schon einmal geglaubt Dinge in eurer Wohnung verlegt oder verloren zu haben? Dann habt ihr ganz sicher auch einen Hausgeist, denn der liebt es Dinge zu stibitzen! Und sebst Hilda kann ihren Augen kaum trauen, als sie sieht, wer da in ihrem Haus verborgen lebt. 

Der Spalt hinter dem Bücherregal, die Ritzen zwischen den Bodendielen, die Oberseite des Schranks, die man von unten nicht sieht […] All diese kleinen Orte zusammengenommen ergeben in jedem Haus einen ganz eigenen Raum, den nur Nissen betreten können. […]

Wie in allen Hilda-Comics wird die Spannung in der Geschichte einerseits durch Hildas Wissensdrang, andererseits durch Situationen erzeugt, die bedrohlich erscheinen. In jedem Fall ist die Geschichte durchgehend auch für junge Leser angemessen und bietet immer wieder unvorhersehbare und aufregende Wendungen und Überraschungen.

Luke Pearsons unverkennbar farbenfroher Zeichenstil zeichnet diesen Comic wieder besonders aus und rundet die Geschichte perfekt ab. Ich finde es toll, dass jede Seite einem bestimmten Farbschema folgt, das die Atmosphäre der Geschichte widerspiegelt. Gleichzeitig wird mit den Rahmungen der Panel gespielt und manche Seiten zeigen sogar großformatige Zeichnungen. Man kann nicht anders als sich in die Darstellung von Hildas Welt zu verlieren und jedes einzelne Detail gierig in sich aufzunehmen.

Fazit & Bewertung

Hilda und der schwarze Hund hat mich wieder vollkommen überzeugt. Hilda ist eine abenteuerlustige Heldin, wie man sie nur selten trifft und die den Leser in eine wunderbare Welt entführt, von der man nicht zu träumen gewagt hätte. Mit viel Witz, Wärme und Fantasie schafft Luke Pearson es sowohl kleine als auch große Leser für Hildas Geschichten zu begeistern. Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, noch mehr von Hildas Welt zu erfahren.

Und hier noch ein Tipp für Hilda-Fans: Noch dieses Jahr erscheint Hilda als Serie auf Netflix! Ich bin gespannt!

 

Eure


Bibliographie

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Luke Pearson: Hilda und der schwarze Hund*

Altersempfehlung: Ab 6 Jahren

Verlag: Reprodukt

Erscheinungstermin: 05.11.2014

Seiten: 64

ISBN: 978-3956400193

Preis: 18,00 €

Hilda erscheint bald als Netflix-Serie. Seid ihr auch schon gespannt auf die Umsetzung?

 

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2 Kommentare zu „„Hilda und der schwarze Hund“ von Luke Pearson

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