Monatsrückblick

Bücher, Bücher und noch mehr Bücher im Juni

Ihr Lieben,

war der Juni für euch auch ein erfolgreicher Lesemonat? Ich habe mich wieder sämtlicher Genres bedient und ein Kinderbuch, drei Jugendbücher, einen Comic und ein Sachbuch gelesen. Gleichzeitig sind im Juni vierzehn Bücher bei mir eingezogen, denn die LitBlog Convention und die Weißen Buchwochen der Mayerschen Buchhandlung haben wieder für reichlich Lesestoff gesorgt.

Gelesene Bücher

  • Kathryn Littlewood: Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch

Knusprige Kekse, duftende Kuchen, süße Muffins und ganz viel Zauberei. Das ist das Erfolgsrezept der Glücksbäckerei, der Familienbäckerei der Familie Glyck. Rose und ihre Geschwister Thymo, Basil und Nella helfen den Eltern in der Backstube so oft wie es geht, denn für die Rezepte werden nicht nur Milch, Mehl, Butter und Zucker, sondern auch ganz besondere Zutaten benötigt, wie die Träne eines Hexers oder der Atem eines Unschuldigen. Nur mit ihnen können die Leckereien ihre ganz besondere Wirkung entfalten! Als ihre Eltern für einen Auftrag fort müssen, kümmern sich Rose und ihre Geschwister um die Glücksbäckerei, doch es ist ihnen streng verboten das Zauberbackbuch zu benutzen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn ihre Tante Lily kommt zu Besuch und bald geht es im Dorf drunter und drüber!

Das magische Rezeptbuch ist der erste Band der Glücksbäckerei-Reihe, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht! Die zauberhafte Geschichte erhält durch die Glücksbäckerei, die auf dem Cover wunderschön filigran abgebildet ist, ein einzigartiges Setting. Rose ist eine Mädchen, das mit seinem Aussehen hadert, Selbstzweifel hat und dadurch ein leichtes Opfer für die bösen Absichten der charmanten Tante Lily ist. Die verzwickten Abenteuer, die die Geschwister während der Abwesenheit der Eltern erleben, sind amüsant und bereiten großes Lesevergnügen! Empfohlen ist die Reihe für Kinder ab 10 Jahren.

  • Katie Kennedy: Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

Ein Szenario, das dystopisch anmutet, aber in ferner Zukunft durchaus denkbar ist: Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Yuri ist mit siebzehn Jahren der jüngste Physiker in einer Runde von Wissenschaftlern, die den Einschlag des Asteroiden auf der Erde zu verhindern versucht. Von seinen Kollegen nicht ernst genommen und von einem Mädchen mit grünem Pony abgelenkt, fällt es Yuri schwer sich auf das Wesentliche, die Rettung der Menschheit, zu konzentrieren. Mir hat Der Asteroid ist noch das kleinste Problem gut gefallen, weil die Geschichte gerade nicht wie viele Katastrophenfilme nur aus Angst und Chaos besteht, sondern den Protagonisten Yuri und seine Menschlichkeit in den Vordergrund stellt. Die Geschichte spielt in den letzten Tagen vor dem Einschlag des Asteroiden, in denen besonders schön Yuris Entwicklung vom hochbegabten Nerd zu einem fast normalen Teenager beschrieben wird. Einige Details der Geschichte wirkten zwar unrealistisch, im Großen und Ganzen war die Geschichte jedoch spannend und zum mitfiebern.

  • Nikola Huppertz: Mein Leben mal eben

Mein Leben mal eben ist ein Aufruf für das Anderssei! Anouk findet sich und ihr Leben unnormal, denn sie hat nicht wie die anderen aus ihrer Klasse eine Mutter und einen Vater, sondern zwei Mütter. Doch das ist nicht alles: Anouk mag Metal! Erst als Moritz in ihre Klasse kommt, denselben Musikgeschmack hat wie sie und auch sonst erstaunlich nett zu ihr ist, fühlt Anouk sich nicht mehr ganz unnormal. Die Geschichte von Mein Leben mal eben hat durchaus Potenzial, hat mich aber sprachlich eher enttäuscht. Zur ausführlichen Rezension geht es hier lang.

  • Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht

Nachdem mich Dein Leuchten von Jay Asher begeistert hat (hier könnt ihr meine Rezension zum Buch nachlesen), habe ich mir Tote Mädchen lügen nicht gekauft. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, welche Diskussionen das Buch schon losgetreten hatte. Erst als die gleichnamige Netflix-Serie auf den Markt kam, habe ich den riesigen Wirbel um die Geschichte mitbekommen und mich umso mehr für dieses hochgelobte und gleichzeitig umstrittene Buch interessiert. Clays Mitschülerin Hannah Baker hat sich das Leben genommen. Als Clay von der Schule nach Hause kommt, findet er ein an ihn adressiertes Päckchen mit dreizehn Kassetten. Hannahs Stimme ist auf den Bändern zu hören, denn sie widmet jede Kassette einer Person, die Anteil an ihrem Selbstmord hat. Auch Clay gehört zu den Auserwählten. Mit Hannahs Geschichte auf den Ohren, läuft Clay durch die Nacht und muss feststellen, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann, auch wenn man es sehnlichst wünscht.

Mich hat Tote Mädchen lügen nicht nachdenklich gemacht und beim Lesen so eingenommen, dass ich das Gefühl hatte, selbst mit Kopfhörern durch die Straßen zu ziehen und Hannahs Stimme zu lauschen. Jay Asher spinnt aus sämtlichen Begegnungen und Vorkommnissen in Hannahs Leben komplexe Zusammenhänge, die alleine oftmals harmlos, aber in ihren Auswirkungen auf Hannah fatal sind. Ich fand es wahnsinnig spannend, aber auch beunruhigend, was Hannah zu berichten hatte und gleichzeitig bedrückend, wie hilflos Clay im Angesicht ihrer Geschichte wirkt. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen und die Diskussion um die Warnungen vor diesem Buch zwar zur Kenntnis zu nehmen, euch deswegen aber nicht vom Lesen abhalten zu lassen!

  • Luke Pearson: Hilda und der Mitternachtsriese

Seit langem hat mich kein Comic mehr so verzaubert! Der Comic Hilda und der Mitternachtsriese ist witzig und gleichzeitig wunderbar phantasievoll. Besonders gut hat mir die fantastischen Welt von Hilda gefallen, in der Woffel, Fuchshörnchen und Holzmänner Zuhause sind. Hilda begibt sich in dieser Welt auf eine abenteuerliche Reise und trifft nicht nur Winzlinge, sondern auch Mitternachtsriesen. Eine tolle Geschichte mit einem grandiosen Zeichenstil, der mir definitiv wieder Lust auf Comics und besonders auf die Hilda-Reihe von Luke Pearson gemacht hat! Hier geht es zur ausführlichen Rezension.

  • Jacky Fleming: Das Problem mit den Frauen

Frauen in der Geschichte sind schwer zu finden, denn Männer dominieren die Geschichtsbücher. Mit diesem kurzen Sachbuch wird in jedem Leser und jeder Leserin die feministische Seite geweckt, denn Jacky Fleming offenbart, wie Frauen früher und auch heute oft noch wahrgenommen werden. Schonungslos geht sie auf die schwierige Suche nach bemerkenswerten Frauen in der Geschichtsschreibung und findet dabei Antworten auf die Frage, was Frauen früher eigentlich so getrieben haben, wenn ihnen ihr Genie von den Männern aberkannt wurde. Mit witzigen Zeichnungen und schonungslosem Blick auf die Fakten hat mir Jacky Fleming mit dem Buch einerseits sehr viel Spaß bereitet, mich andererseits aber auch sehr nachdenklich gemacht.

Neue Bücher im Regal

  • Emily Brontë: Sturmhöhe
  • Jacky Fleming: Das Problem mit den Frauen
  • Petra Hülsmann: Das Leben fällt, wohin es will
  • Anna Stothard: Museum der Erinnerung
  • John Irving: Die Pension Grillparzer
  • Moritz Netenjakob: Milchschaumschläger
  • Faktastisch: Liebe
  • Jennifer Ryan: Der Frauenchor von Chilbury
  • Lauren Kate: Engelslicht
  • Ursula Poznanski/Arno Strobel: fremd
  • Rebecca Donovan: Liebe verletzt
  • Luke Pearson: Hilda und der Mitternachtsriese
  • Barbara Yelin: Irmina
  • Dia Nigrew: In der Kürze liegt die Würze – Kurzgeschichten & Gedichte

Welche Bücher hat euch der Monat Juni beschert?

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3 Kommentare zu „Bücher, Bücher und noch mehr Bücher im Juni

  1. Hi 😀

    Na, das klingt doch nach einem echt erfolgreichen Monat! 😀
    „Tote Mädchen lügen nicht“ habe ich damals als Jugendliche schon gelesen und ich hatte es förmlich verschlungen. Es hatte mich auch noch lange Zeit nach dem Lesen echt fertig gemacht ;/ Echt ein krasses Thema!

    Liebe Grüße und einen schönen Lesemonat Juli! 😀

    Jessi

    1. Liebe Jessi,
      auf jeden Fall! Mich nimmt die Geschichte auch immer noch mit, auch weil ich direkt im Anschluss momentan die Netflix-Serie schaue! Die ist auch wahnsinnig gut!
      Liebe Grüße
      Svenja

  2. Liebe Jessi,
    ja mich beschäftig „Tote Mädchen lügen nicht“ auch immer noch. Ihr langer ‚Abschiedsbrief‘ und ihre Erlebnisse sind so realistisch und erschreckend! Hast du auch die Netflix-Serie gesehen? Ich bin gerade dabei und finde sie wirklich gut und sehr nah am Buch.
    Liebe Grüße
    Svenja

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