Challenge

Pixibuch Challenge 2017 Teil 1

Hallo zusammen!

Miri von Geschichtenwolke hat in Kooperation mit dem Carlsen Verlag zu einer Pixibuch-Challenge aufgerufen! Da ich bis heute die kleinen handlichen Büchlein mit den zauberhaften Geschichten liebe, bin ich dem Ruf natürlich gefolgt.

Die Pixibuch-Challenge beinhaltet neben der Beantwortung von vier Fragen, auch das Vorlesen von 20 Pixibüchern, die im bestmöglichen Fall bestimmten Kriterien entsprechen,  zum Beispiel ein besonderes Cover haben oder zu einer bestimmten Jahreszeit passen. Außerdem soll kurz beschrieben werden, worum es in den jeweiligen Pixibüchern geht und wie sie meinen jungen Zuhörern gefallen hat. Ich werde die Challenge in zwei Beiträgen angehen. Dieser erste Beitrag beantwortet die ersten beiden Fragen und stellt 10 Pixibücher vor, die ich meinem fünfjährigen Patenkind vorgelesen habe.

Die Fragen

  • Wo bzw. zu welcher Gelegenheit lest ihr gerne Pixibücher vor?

Nach einem erfolgreichen Flohmarktbesuch kann es vorkommen, dass ich mehrere Pixibücher als Beute mit nach Hause nehme. Das liegt daran, dass es einfach so viele verschiedene gibt und ich immer wieder eins entdecke, das ich noch nicht kenne (und alle zu kennen ist schon Wahnsinn, bei mehr als  2000 Stück). Ich lese Pixibücher gerne dann vor, wenn ich sie gerade gekauft habe. Das kann sowohl in der Straßenbahn sein als auch gemütlich als Gute-Nacht-Geschichte zu Hause.

  • Welches ist euer Lieblingspixibuch?

Mein Lieblingspixibuch ist „Peter und Mausi Maus“ von Miriam Clark Potter. Das Pixibuch ist ziemlich zerlesen, weil ich es als Kind immer und immer wieder hören wollte, bis ich es schließlich komplett auswendig konnte. In der Geschichte muss die Maus Peter auf seine kleine Schwester Mausi aufpassen, während die Eltern unterwegs sind, um Vorräte zu sammeln. Weil die Eltern aber nicht nach Hause zurückkommen, muss Peter selbst losziehen, benötigt aber für die Zeit einen Babysitter für Mausi. Die Suche gestaltet sich schwierig, denn das Zuhause von anderen Tieren ist nichts für eine kleine Maus.

Die vorgelesenen Pixibücher

  • „Nikolaus bei den Tieren im Wald“ [Maxi-Pixibuch]

Die Tiere im Wald lauschen: Da schleicht doch jemand mit einem roten Mantel durch den Wald! Als am Morgen die Buchfinken kleine Geschenke in ihrem Baum finden, wissen sie, dass der Nikolaus unterwegs war und kleine Geschenke versteckt hat. Alle Tiere machen sich auf die Suche nach ihren Päckchen und manche finden sie schneller als andere.

Das Pixibuch gehört zu der Reihe der „Maxi-Pixis“ und war Teil eines Pixibuch-Adventskalenders. Beim Vorlesen kam das Pixibuch sehr gut an, obwohl es sich um ein Weihnachts-Pixi handelt und das Fest eigentlich noch in weiter Ferne ist. Sehr lustig war, dass man auf jeder Seite den roten Mantel des Nikolauses im Wald entdecken musste. Auch die Geschenke der Tiere, ob Schuhe für die Rehe, ein Schlüssel für den Fuchs oder eine Lesebrille für den Luchs, wurden aufgeregt erraten und kommentiert. Fazit: Ein tolle Weihnachtsgeschichte im Großformat, in der viel zu entdecken ist.

  • „Miezekatzen“ [Klassiker-Pixibuch]

Das Pixibuch ist das älteste in meiner Sammlung und besteht aus zwei Geschichten. „Die Geschichte vom Lutsch-Kätzchen“ handelt von einem kleinen Kätzchen, das niemanden zum spielen findet, weil es immer an seinem Daumen lutscht. Als selbst der Daumen des Kätzchens deswegen weint, weiß die Mutter einen Rat. Das Thema Daumenlutschen ist immer interessant, denn jedes Kind hat entweder etwas zum Nuckeln oder zum Kuscheln und kann darüber viel erzählen.

In der zweiten Geschichte, „3 kleine Brüder“, muss Mieze für die Mutter auf ihre drei kleinen Brüder aufpassen. Doch plötzlich sind zwei verschwunden und alle Tiere helfen mit suchen. Die Lehre: „Wer einen kleinen Bruder hat, Geh‘ stets hinter ihm her und dreh‘ ihm nie den Rücken zu, – sonst ist da keiner mehr!“ Schnell merkt man, dass dieses Pixibuch wirklich alt ist, denn die gereimte und förmlich ausgedrückte Redeweisen sind für Kinder heute eher unbekannt. Trotzdem hat die Geschichte Spaß bereitet und die schönen bunten Bilder haben auch begeistert. Fazit: Ein Klassiker, der von der Aktualität her nichts eingebüßt hat, dafür aber sprachlich irritiert.

  • „Die Stadtmaus und die Feldmaus“ [Pixibuch passend zu Frühling oder Ostern]

Die Feldmaus lädt die Stadtmaus ein, sie auf dem Land zu besuchen. Die Stadtmaus mag die wenigen Körner und Ehren zum Essen nicht und hat Angst vor den nächtlichen Geräuschen des Waldes. Deswegen lädt sie die Feldmaus in die Stadt ein, wo sie zwar köstliches Essen haben, aber vor Katzen und Hunden Reißaus nehmen müssen. Beide wohnen lieber dort, wo sie zu Hause sind.

Dieses Pixibuch ist wunderschön illustriert. Liebevolle Details lassen das Haus der Feldmaus und den mit Speisen überhäuften Tisch bei der Stadtmaus für Kinderaugen zum Greifen nah erscheinen. Am meisten wurde der doch so unterschiedliche Speiseplan der beiden Mäuse bewundert. Fazit: Ein tolles Pixibuch über die Schönheit des eigenen Zuhauses. Ein muss für alle Pixibuch-Fans!

  • „Felix hat Geburtstag“ [Pixibuch passend zum Sommer oder Urlaub]

Felix feiert mit seinen Freunden im Garten seinen Geburtstag. Nachdem sie leckeren Orangesaft mit Sahnetörtchen getrunken und gegessen haben, spielen sie verstecken. Bodo Bär findet alle seine Freunde, nur Felix hat das beste Versteck und taucht erst zum Schluss wieder auf.

Die vielen verschiedenen Tiere auf dem Geburtstag haben besonders das Interesse geweckt. Es gibt einen Biber, einen Bär, ein Eichhörnchen, eine Elster und einen Fuchs und alle verstecken sich dort, wo sie am liebsten sind. Hier werden spielerisch die Lebensräume der unterschiedlichen Tiere dargestellt und gleichzeitig beim Versteckspiel das Zählen des kleinen Zuhörers trainiert. Fazit: Ein Pixibuch, dass Spaß macht und perfekt für eine Geburtstagsgeschenk ist.

  • „Flatter, flatter, Fledermaus“ [Pixibuch passend zu Herbst oder Halloween]

Ein Junge träumt, dass er mit einer Fledermaus gemeinsam durch die Nacht fliegt. Sie werden von Glühwürmchen verfolgt, hängen sich zum Schlafen an einen Baum, spielen auf dem Spielplatz und verabreden sich für die nächste Nacht wieder.

Das Pixibuch ist komplett als Reim verfasst, was sehr gut angekommen ist. Die witzigen Verse nehmen spielerisch die Angst vor der Dunkelheit der Nacht und zeigen, dass man mit einem Freund immer und überall Spaß haben kann, auch wenn gruselige Nacht herrscht. Fazit: Passend für Halloween, bietet das Pixibuch viel Spaß und Spannung!

  • „Susis Lämmchen“ [Ein Pixibuch, welches sich hauptsächlich an Mädchen wendet]

Susi hat ein Lämmchen, dass ihr sogar bis in die Schule folgt. Doch die Lehrerin findet das gar nicht toll und schickt es hinaus, wo es brav den Schulschluss abwartet und Susi erwartet.

Hierbei handelt es sich wieder um einen wahren Pixibuch-Klassiker, der das erste Mal 1973 veröffentlicht wurde. Das Alter erkennt man deutlich an der dargestellten Rolle des folgsamen und braven Mädchens in Sonntagskleidung und einer strengen Lehrerin, die die Rolle der Respektperson einnimmt. Da das ganze Pixibuch nur einen kurzen Reim beinhaltet und die Bilder den größten Teil ausmachen, ist die Geschichte nicht so interessiert angenommen worden. Fazit: Ein altes Pixibuch-Schätzchen, dass schön für „richtige“ Mädchen ist.

  • „Der Bücherfresser“ [Ein Pixibuch, welches man geschenkt bekommen hat]

Sten bekommt von seinem verstorbenen Großvater 23 Kartons voller Bücher und eine „Unbedingt-heimlich-öffnen“-Kiste. Darin findet er einen Bücherfresser, der für sein Leben gerne Buchseiten verschlingt und die Geschichten dann erzählt. Sten muss das Geheimnis seines Großvaters unbedingt beschützen und die Kisten voller Bücher vor dem Verkauf bewahren!

Der Geschichte vom Bücherfresser wurde gespannt gelauscht und die Bilder vom Bücherfresser wild kommentiert. Cornelia Funkes Kurzgeschichte ist auch in dem Sammelband „Cornelia Funke erzählt – von Bücherfressern, Dachbodengespenstern und anderen Helden“ enthalten, den ich jedem empfehlen kann, der außergewöhnliche und phantasievolle Geschichten liebt. Fazit: Kauft dieses Pixibuch!

  • „Die kleine Watschel-Ente“ [Ein Pixibuch, welches man schon jahrelang besitzt]

Die kleine Ente Watschel macht einen Ausflug. Doch sie hat nicht so viel Spaß wie die anderen Tierkindern. In jedem Spiel fällt Watschel über ihre großen Watschel-Füße und alle Tierkinder lachen! Als alle baden gehen, ist Watschel mit ihren Füßen aber auf einmal viel besser als die anderen.

Die Geschichte von Watschel ist größtenteils staunend aufgenommen worden, aber wurde nicht kommentiert. Eine Illustration hat Aufmerksamkeit erregt: Watschel stolpert mit verbundenen Augen über den Picknick-Korb, bleibt mit einem Fuß in einem Gurkenglas stecken und fällt auf die Nase. Dabei wurde weniger die sowohl witzige und  gleichzeitig auch traurige Szene bewertet, sondern vielmehr der Inhalt des Picknick-Korbs. Fazit: Ein Pixi-Buch, dass ein bisschen traurig macht, aber trotzdem eine süße Geschichte darüber erzählt, dass man nicht immer alles können muss, was andere können.

  • „Der kalte Hund“ [Ein Pixibuch, welches neu gekauft wurde]

Biene hat Geburtstag und bekommt von Niels  einen kalten Hund geschenkt. Etwa eine vor Kälte zitternde Fellnase? Nein, einen Kuchen! Und der geht ganz einfach, sodass ihn alle Kinder gemeinsam backen, anstatt Topfschlagen zu spielen.

Mhh, da bekommt man beim Lesen Lust auf Schokoladenkuchen. Den jungen Zuhörern ging es nicht anders. Toll ist, dass das Pixibuch spielerisch wie eine Art Rezept aufgebaut ist, sodass man den Kuchen ganz einfach nachbacken kann. Fazit: Eine tolle Idee und schmecken tut es sicher auch!

  • „Babar baut eine Stadt“ [Ein Pixibuch aus einer Reihe]

Der Elefantenkönig Babar hat beschlossen eine Stadt zu bauen. Dazu lässt er von Dromedaren sämtliche Geschenke bringen, die alle Elefanten bekommen, wenn die Stadt fertig ist. Alle Tiere unterhalten sich über die neue Stadt, die wunderbar aussehen soll.

Die Kinderserie Babar hat mich früher vollkommen in ihren Bann gezogen. Deswegen fand ich auch die Reihe der Pixibücher klasse. Da die Serie heute nicht mehr ausgestrahlt wird und auch bei den Kinder nicht mehr bekannt ist, kann sich die Schönheit der Serie in einer kurzen Geschichte kaum vermitteln lassen. Hinzu kommt, dass hier von Babar, der eigentliche Protagonist, kaum die Rede ist. Fazit: Ein schönes Sammlerstück für Kenner der Serie, für heutige Kinder aber eher uninteressant.

Eure

An welche Pixibücher könnt ihr euch noch gut erinnern?

 

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5 Kommentare zu „Pixibuch Challenge 2017 Teil 1

  1. Hach da kommen ja Erinnerungen hoch! Ich hatte als Kind auch einen ganzen Schuhkarton voller Pixie-Bücher… Und dann musste ich abends immer eine Zahl sagen und dann wurde ausgezählt, welche Geschichte gelesen wurde 🙂

    Babar, den Elefantenkönig, kenne ich übrigens auch noch. Da hatte ich einen Film auf Kassette, glaube ich. Danke für die schöne Erinnerung!

    1. Geht mir genauso! Ich habe alle meine alten Pixis noch aufbewahrt und es macht immer wieder Spaß sie zu lesen oder auch vorzulesen! Ich freu mich, dass ich dich ein bisschen an die schönen Geschichten der kleinen Bücher erinnern konnte 🙂

    1. Hey Miri!
      Ja das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe so eine große Sammlung an Pixibüchern, dass es aber nicht schwer war, zu jeder Kategorie ein passendes zu finden 🙂
      Liebe Grüße
      Svenja

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