Rezension

„Zerbrechlich“ von Jodi Picoult

Hallo ihr Lieben!

Heute stelle ich euch einen Roman vor, der auf einer besonderen Art sehr ergreifend war. „Zerbrechlich“ von Jodi Picoult ist kein Roman den man zweimal lesen möchte, denn er handelt von der schweren Krankheit eines Mädchens und dem Kampf einer Mutter für Gerechtigkeit. Der Roman tut in der Seele weh. Trotzdem kann ich ihn sehr empfehlen, denn die Tragödie einer jungen Familie lässt einem bewusst werden, wie sehr man die eigene Gesundheit schätzen sollte.

Inhalt

Die junge Familie O’Kneefes wird auf eine harte Probe gestellt: Das lang ersehnte zweite Kind von Charlotte und Sean hat die seltene Knochenkrankheit OI, auch Glasknochenkrankheit genannt. Willow ist in ihrem Leben extrem eingeschränkt. Sie bleibt kleinwüchsig und bricht sich bei einfachen Bewegungen sämtliche Knochen. Um mehr Geld für die Behandlung von Willow zu erwirken, verklagt Charlotte ihre Frauenärztin und gleichzeitig beste Freundin Piper, weil sie die Krankheit in einem früheren Stadium der Schwangerschaft hätte entdecken müssen. Um ihr Ziel zu erreichen, sagt Charlotte vor Gericht aus, dass sie in diesem Fall einen Schwangerschaftsabbruch vorgezogen hätte. Damit verletzt sie nicht nur Willow, sondern auch ihre Beziehung zu Sean und ihrer Tochter Amelia geht mehr und mehr in die Brüche. Zudem erkrankt Amelia  wegen der schwierigen Familienverhältnisse und dem zunehmenden Hass auf ihre Mutter und sich selbst an Bulimie und Borderlein.

Meine Meinung

An „Zerbrechlich“ bin ich ziemlich neutral und ohne spezielle Erwartungen herangegangen, da ich die Autorin vorher nicht kannte. Im Nachhinein, bin ich mir nicht sicher, ob ich weitere Bücher von ihr lesen möchte, denn Picoult ist dafür bekannt sehr schmerzliche Geschichten zu schreiben. „Zerbrechlich“ hat mich nach den ersten Kapiteln schnell gefesselt, aber gleichzeitig betroffen und traurig gemacht.

Jodi Picoult legt mit ihrem Buch „Zerbrechlich“ den Schwerpunkt auf die seltene Glasknochenkrankheit, unter der allein in Deutschland ca. 2500 Menschen leiden. Wie ein langsamer Weltuntergang beschreibt sie gefühlvoll wie Willow die Aussagen der Mutter vor Gericht langsam zu verstehen beginnt und schmerzlich für ihr eigenes Leben zu deuten weiß. Dass Liebe in diesem Buch Grenzen des sozialen Miteinanders überschreitet und eine Lüge die Liebe rechtfertigen soll, verstrickt Jodi Picoult gekonnt mit der Beschreibung aus den verschieden Sichtweisen der Personen. So lässt sich der Roman trotz der traurigen Geschichte mitreißend und fesselnd lesen.

Die Autorin verfolgt mit ihrem Roman „Zerbrechlich“ die Linie der vorangegangen Romane wie zum Beispiel dem Bestseller „Nicht ohne meine Schwester“. Ihre Romane wurden in mehr als 35 Ländern übersetzt und sie gilt heute als renommierte Bestsellerautorin für erschütternde und tiefgründige Romane.

Fazit & Bewertung

Eine aufwühlende und bewegende Geschichte über eine Familie, die durch die Rücksichtslosigkeit der Mutter zu zerbrechen droht. Der Roman ist sehr zu empfehlen, obwohl es vermutlich der letzte bleibt, den ich von der Autorin lesen werde.

Eure


Bibliographie

picoult-joli-zerbrechlich

Jodi Picoult: Zerbrechlich

Verlag: Bastei Lübbe

Übersetzer: Rainer Schumacher

Erscheinungsdatum: 25.09.2010

ISBN: 978-3431038286

Seiten: 624

Preis: 19,99 €

Habt ihr schon ein Buch von Jodi Picoult gelesen? Wie hat es euch gefallen?

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